Lake Run Möhnesee 2013

Ein Lauf, der als härtester Lauf in NRW gilt, macht mich natürlich neugierig. Also habe ich mich vor gut einem halben Jahr angemeldet und natürlich auch vorbereitet. Da ich schon den Fisherman´s Friend StrongmanRun in Deutschland, Belgien und Holland mitgemacht habe, gibt es auch Veranstaltungen zum vergleichen.

Am Samstag den 31.08.2013 war es endlich soweit. Extra aus Palma de Mallorca angereist um in der ersten Septemberwoche 2 große Wettkämpfe (08.09.: StrongmanRun in Holland) absolvieren zu können.


Die Anfahrt:

Es war kein Navi nötig um die Veranstaltung zu finden, denn ab der Abfahrt A44 war der Lauf wirklich super ausgeschildert und auch nur ca. 10 Minuten von der Autobahn entfernt. Es gab zwar nur einen Parkplatz, jedoch war der Laufweg mit ca. 500m von unserem Straßenrand auch nicht wirklich weit.

Auf dem Verwaltungsgelände selber wären ein wenig mehr Hinweisschilder (Startnummernausgabe, Duschen usw.) super gewesen. Der Zuschauerweg führte zwar direkt über die Laufstrecke aber es gab hier keine Probleme.

Startnummernausgabe / Kleiderbeutel

Die Startnummernausgabe verlief schnell und unkompliziert. Vor allem wer vorher seine Startnummer im Internet herausgesucht hatte, musste hier nicht mehr lange auf der Liste suchen.

Die Taschen konnten in einem Sack direkt in der Turnhalle abgegeben werden. Optimal wäre es in der nähe des Starts gewesen (Eventuell in den anderen Hallen).

Stände / Infos / Attraktionen

Für Groß und Klein, für jeden war etwas dabei. Besonders die Stunt-Show hat hier viele Zuschauer in den Bann gezogen. Dadurch ging aber leider die Siegerehrung am Ende etwas unter.

Hier hätten wir gerne noch 5 Minuten länger gewartet.

Der Lauf

Trotz starkem Regenschauer kurz vor dem Start waren alle Läufer und Zuschauer in sehr guter Laune und konnten den Start kaum abwarten. Passend zum Start lies der Regen etwas nach. Der Startbereich war von der Größe her optimal und der Start wurde schnell durchgeführt.

Nach ca. 200m gab es die ersten Verwunderungen wo denn jetzt genau die Laufstrecke hinführt. Die Strecke führte nach Links über die Hauptstraße aber es gab keine Absperrungen oder Helfer für die anderen Richtungen. Ohne das Wissen der anderen Läufer wäre ich hier sicher die kleine Runde gelaufen.

Die ersten 1-2 km führten über Ackerfläche und der Matschklumpen unter den Füßen wurde immer größer.

Ein kleiner Tümpel zwischendurch gab die erste Erfrischung.

Schön, dass die Strecke wie bei anderen Läufen hier nicht nur über den Asphalt führte sondern auch schon über Acker und Wiese. Nach 1 km gab es dann die ersten Hindernisse aus Heuballen und Wackelpudding Becken.

Bei Km 1,5 ging es durch Betonrohre und über kleine Türme.

Bei Km 2 wartete ein großer Reifenhaufen auf die Teilnehmer.

Dann ging es erstmal einige Kilometer über eine Radstrecke, Wiese und einem Getreidefeld. Immer wieder gespickt mit kleinen Hindernissen.

Unfairen Teilnehmer wäre es hier sehr leicht gewesen um die Hindernisse herum zu laufen. (Engeres Absperrband wäre besser). An dieser Stelle lag ich schon auf Position 4 und lag ca. 100m zurück. Hinter mir kamen die 5. und 6. Platzierten erst nach 200-300m.

Große Verwirrung gab es dann auch leider direkt am Möhnesee:

Von der Strecke aus war der kleine Abzweig links zum See nicht zu erkennen. Kein Pfeil auf dem Boden, kein Absperrband oder Helfer an der Stelle. So mussten viele Läufer wieder zurück oder nahmen das Wasserhindernis gar nicht mit. So fand ich mich dann plötzlich 100m vor der ersten Gruppe wieder. Ich wartete also auf die ersten 3. und lies sie vorbei laufen um wieder die ursprüngliche Reihenfolge herzustellen.

Zurück ging es dann nach ca. 9-10km wieder auf der gleichen Strecke wie der Hinweg. Etwas unglücklich, denn so gab es an den Hindernissen große Verwirrung und nicht genug Platz. Besonders an Hindernissen, bei denen die Läufer nicht sehen konnten ob jemand von der anderen Seite kommt.

Zurück auf dem Veranstaltungsgelände galt es noch 2 kleine Runden mit vielen Hindernissen zu absolvieren. Leider hatte mir hier der Streckenposten hier zugerufen dass ich nur eine Runde absolvieren musste.

(Genauere Infos direkt vor dem Lauf (Am Start) wären für alle Teilnehmer super)

Die kleine Hindernisrunde hat sehr viel Spaß gemacht und bot sehr viel Abwechslung. Egal ob durch Schlammlöcher oder über die Hindernisse des Übungsgeländes, hier war alles dabei. An einigen Stellen wurde es jedoch auch richtig gefährlich. Einige Teilnehmer rutschten sehr böse aus aber zum Glück scheint dort nichts passiert zu sein.

Im Ziel wussten viele Teilnehmer nicht, dass sie noch eine Runde absolvieren müssen. Eine Teilung der Strecke währe hier Sinnvoll gewesen. (Sind auch nur ein paar Meter Absperrband mehr)

Nach dem Lauf

Zum Glück war ich unter den ersten Läufern, denn die Duschen sahen hier schon sehr unappetitlich aus. Aber hierzu gab es auch noch einige kältere Alternativen im Freien.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich den Lauf wirklich super fand. Die Strecke war schön abwechslungsreich und auch wirklich hart. Allerdings gibt es hier noch einige grundlegende Dinge die organisatorisch verbessert werden müssen.

  • Mehr Absperrband und genauere Streckenabsperrung! (Es muss kein Ordner sein, aber ein paar Meter Band helfen hier und da enorm weiter.
  • Hin und Rückweg trennen. (Helfer können eine Seite der Hindernisse absperren wenn die ersten kommen)
  • Bessere Ausschilderung auf dem Eventgelände selber.

Auf jeden Fall ist der Lake Run am Möhnesee ein wirklich toller Lauf, den ich mir für das nächste Jahr im Kalender vormerke und auch weiterempfehlen kann.

Ergebnisse gibt es HIER.

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