StrongmanRun 2013 Deutschland

Am 04.05. war es wieder so weit. Der weltweit größte Hindernislauf schickt seine 12.000 Teilnehmer über die grüne Hölle der Eifel auf dem Nürburgring.

Wo sonst Gummi auf den Asphalt gepresst wird, dominieren nun matschige Schuhe und verrückt Kostümierte Läufer die Rennstrecke.

22 km (nach GPS Uhren sogar 24-25 km) über 2 Runden mit jeweils 15 Hindernissen mussten überwunden werden um im Ziel die ersehnte Medaille zu bekommen.

Aber erstmal von Anfang an:

Angereist sind wir mit zwei Mann schon am Freitag Abend gegen 22 Uhr direkt auf den vordersten Parkplatz um schnell auf dem Eventgelände sein zu können.

22 Uhr war nur leider etwas zu spät, da die Pasta Party nur bis 22.30 Uhr ging und wir somit nur ein paar Reste bekamen. Für 8,50€ dann auch etwas überzogen.

Die Party war zwar für Teilnehmer frei, aber nur für Teilnehmer die vorher ihr Paket per Post bekommen haben, denn ohne spezielle Ring Card kostete der Eintritt 5€.

Also wieder zum Parkplatz und das Zelt aufgeschlagen. Dank Wurfzelt und dicker Isomatte lies es sich sehr gut zwischen all den anderen Parkplatz-Campern schlafen.

Um 7 Uhr geweckt durch die Sonne und durch ein Frühstück gestärkt konnte ab 8 Uhr die Strecke das erste mal besichtigt werden.  Bis 10 Uhr hält sich die Teilnehmer- und Zuschauermenge noch in Grenzen, so dass ein problemloses Abholen der Startunterlagen möglich ist. Ab 10 Uhr bilden sich auch die ersten Staus und die besten Parkplätze sind weg.

Die Strecke konnten wir vorher ansehen und einige schöne Fotos schießen. Allerdings ist das betreten der Hindernisse aus Sicherheitsgründen noch untersagt.

Gegen 11 Uhr füllte sich das Eventgelände richtig und die ersten 1000 Teilnehmer standen schon auf der Startbahn. Die Angenehmen Temperaturen um 20° waren um einiges angenehmer als der kalte Regen und Nebel im vergangenen Jahr. (Auch wenn ich nach dem Lauf mit einem starken Sonnenbrand nach Hause fahren musste)

Der Kleiderbeutelservice war sehr großzügig angelegt und gegen 11 Uhr noch ohne Wartezeiten nutzbar. Schon in Laufbekleidung und nur noch mit einem Wegwerfpulli und Wasserflasche stellten wir uns dann auch in der Startmasse auf.  Da ich eine gute Zeit und unter die TOP 50 laufen wollte, stellte ich mich sehr weit nach vorne.

Startschuss und ab gehts. Die ersten Sprinten sich schon auf den ersten 200m zugrunde 🙂 Aber Spaß muss ja sein.  Nach ca 500m kommen die ersten Hindernisse. Zwar nur ein paar kleine Strohballen, trotzdem bremsen sie erstmal etwas aus. Danach geht es etwas Bergab und durch die ersten größeren Hindernisse nach 2km. Schlamm und Wassergruben gefolgt von ca 50m Kriechgraben mit Elektroschockern. Ein wenig die Treppen rauf und runter bis zum ersten großen Hindernis, das es zu überwinden gilt. Da ich hier unter den ersten 20 Laufe ist noch nicht viel los und komme schnell über die Hindernisse. Durch das Kies der Rennstrecke zu laufen ist schon hart und zieht gut an den Füßen.

Danach geht es einen kleinen Berg hoch, mehr als Gehen ist hier nicht möglich und würde zu viel Kraft kosten. Danach wieder einige Kilometer nur laufen mit kleineren Hindernissen und Schlammbergen. Ein wenig nervig wird es dann beim Zick-Zack laufen. 200-300m mit jeweils 10-20 mal im Zick-Zack. Hier darf man nicht verrückt werden 😉

Jetzt wird es nass 40m Wasserbecken und das Wasser ist Eiskalt und geht mir bis zum Hals (Gut ich bin auch etwas kleiner 😉 ) , leider jedes Jahr der Tod für meine Waden. Das gibt schnell Krämpfe mit dem kalten Wasser. Kühlt aber gut ab und erfrischt. Weiter geht es durch das Schock Hindernis. Als ob ich in einen Elektrozaun geschmissen werde. Jetzt kommen mehrere große Hindernisse hintereinander, denn hier schauen auch die meisten Zuschauer zu. Tiefer Schlamm der die Schuhe nur wiederwillig wieder freigeben will. Es hätte wohl mehr Sinn gemacht ohne Schuhe weiter zu laufen. Dann das größte Hindernis. Erst 40m über Reifenberge in denen sich die Füße immer wieder verheddern. Über ein Netz nach oben klettern und auf der anderen Seite genau so wieder herunter.

Runde 1 in knapp 1 Stunde und 2 Minuten geschafft und immer noch sehr gut vorne mit dabei.

Die letzten Läufer aus der ersten Runde holte ich dann ca bei KM. 4 ein. Jetzt wurde es langsam immer voller. Aber zum Glück noch keine Staus. Ich freue mich schon auf meine TOP 50 Platzierung bis ich dann genau vor dem letzten Hindernis auf die große wartende Menge traf. Und das ausgerechnet 200m vor dem Ziel. Leider gab es auch keinen zweiten Weg für die Läufer die sich auf der zweiten Runde befanden und unsportlich durchdrängeln wollte ich mich dann auch nicht. Leider sahen das wohl nicht alle so. Viele Läufer liefen einfach an der Schlange oder Hindernis vorbei oder drängelten sich Rücksichtslos durch die Menge. Da geht die Laune schon etwas runter, wenn einen der Ehrgeiz gepackt hat. Schade, aber nach 30 Minuten warten kam ich dann doch auch endlich im Ziel an und musste mich mit Platz 311 zufrieden geben. Aber von 12000 Teilnehmer sollte das noch ausreichen 😉

Auch wenn ich dann doch ein wenig enttäuscht war werde ich nächstes Jahr wieder teilnehmen, denn hier kommt es mehr auf den Spaß und das Besondere an als auf Leistung und Zeiten. In Belgien und Holland gibt es weniger lange Staus und hier kann dann auch gut auf Platzierung gelaufen werden.

Insgesamt ein tolles Event, super Organisiert, tollen Hindernissen und auch das Wetter war dieses Jahr wirklich passend. Nur leider ist es wieder nicht gelungen die Staus an den Hindernissen einzudämmen. Eine Möglichkeit wäre einen kleinen Teil des Hindernisses (1m Breite reicht) gesondert nur für die Läufer aus der 2 Runde freizuhalten. Die Pastaparty ist für den Preis leider auch etwas zu schmächtig ausgefallen. Da hätte ich doch etwas mehr erwartet. Insgesamt gibt es von mir eine 1-  ,denn wer sich keine neuen Ziele setzen kann verliert die Lust an der Arbeit 😉

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1 Reaktion

  1. 12. Januar 2014

    […] Auch wenn mit keiner persönlichen Bestleistung zu rechnen war und die Leistung eher durchwachsen ist, so können wir jedoch ab jetzt an unserer Form arbeiten. Jeder der gerade wieder anfängt zu trainieren sollte einfach einen Wettkampf machen, um zu sehen wie der aktuelle Stand ist. Das soll natürlich nicht entmutigen, sondern eher für das zukünftige Training anspornen. Die wichtigen Wettkämpfe kommen dann mit dem Ecco Indoor Trail oder dem Fisherman´s Friend StrongmanRun. […]

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