Let´s Run #15 – No Carb 10km in 36:00 – Rund um den Halterner See

Allgemeine Informationen zum Lauf

Am Samstag den 17. Januar fand der siebte Lauf rund um den Halterner See statt. Sehr viel Glück hatten die Veranstalter vom Spiridon Haltern mit dem Wetter. Die ganzen Tage zuvor gab es sogar Sturmwarnungen und auch den Tag danach gab es Regen und Schnee. Am Veranstaltungstag selbst, war der Himmel strahlend blau und die Strecke relativ trocken. Ein paar kleinere Stellen mit etwas Schlamm gab es zwar, doch die waren nicht so schlimm.Angemeldet hatten sich im Vorfeld schon über 450 Läufer und dank des guten Wetters, konnten ca. 200 Nachmeldungen hinzukommen. Für diese Veranstaltung war es somit ein neuer Teilnehmerrekord. Durch das gute Wetter und die flache Strecke, zog dieser Lauf natürlich auch sehr viele schnelle Läufer aus dem gesamten Gebiet an. Somit war es auch nicht verwunderlich, dass ein neuer Streckenrekord durch Felix Thum in sehr guten 33:10 gelaufen werden konnte.Die ersten fünf Läufer waren unter 35 Minuten, was wirklich zeigt, dass dieser Lauf sehr schnell war.

Die Ergebnisse findet ihr hier.

Trotz der großen Anzahl an Nachmeldungen, gab es ansonsten keinerlei Probleme. Für Verpflegung und ausreichend Parkplätze war definitiv gesorgt. Auch die Strecke selbst, konnte mit Blick auf den See einiges bieten. Die Strecke ist sehr flach und bietet trotz leichtem Schotter die Möglichkeit eine Bestzeit zu laufen.

Laufen völlig ohne Kohlenhydrate

Ich selbst war noch einen Tag vorher unentschlossen, ob ich nach Haltern fahre oder bei einem anderen Lauf teilnehme. Ich habe mich aber für diesen Lauf entschieden, weil ich einen Test machen wollte. Da ich aktuell einen dreimonatigen Ernährungsplan und Trainingsplan durchführe, wollte ich ausprobieren wie es ist, einen 10 km Wettkampf zu absolvieren ohne Kohlenhydrate im Speicher. Schon die Tage zuvor hatte ich maximal 80-100 g Kohlenhydrate zu mir genommen. Da ich an haben vorher zusätzlich Krafttraining und Leichtathletik Training hatte, waren meine Speicher völlig gelehrt. Am Veranstaltungstag selbst, habe ich nur zwei Eier, ein paar Nüsse und Käse gegessen. Somit auch vor dem Lauf keine Kohlenhydrate zu mir genommen.

Ich wollte ausprobieren, wie es ist völlig leer zu laufen um es bei zukünftigen Veranstaltungen vergleichen zu können. Weiterhin werde ich in der Zukunft und bei den nächsten Wettkämpfen mit meiner Ernährung experimentieren und verschiedene Sachen ausprobieren.

Trotz No Carb die zweitbeste persönliche Zeit gelaufen

Sehr erstaunlich war die Tatsache, dass ich trotz völlig leerer Glykogen Speicher die zweitbeste Zeit in meinem Leben gelaufen bin. Mit 36 Minuten bin ich sehr schnell unterwegs gewesen.Natürlich war es mir vorher bewusst, dass ich damit keine neuen Bestzeiten laufen kann und mir einiges an Energie fehlt. Das habe ich schon nach dem 1. km gemerkt, dass ich sehr viel mehr atmen musste. Ich hatte auf meiner Uhr 35 Minuten eingestellt und war nach 3 km schon 80 m im Vorsprung. Der 2. km war deutlich zu schnell und das habe ich dann natürlich auch gespürt. Wahrscheinlich hätte ich das vorgenommene Tempo lieber halten sollen.

Ab Kilometer vier musste ich somit etwas Tempo herausnehmen und mich langsam wieder erholen. Das dauerte allerdings aufgrund der fehlenden Kohlenhydrate ein wenig länger. Auf den letzten beiden Kilometern konnte ich jedoch wieder an Tempo zulegen und am Ende auch noch einen sehr schnellen letzten Kilometer hinlegen. Bis auf das Problem der erhöhten Sauerstoffaufnahme habe ich keinerlei negativen Auswirkungen gespürt. Somit ist davon auszugehen, dass selbst mit wenigen Kohlenhydraten hohe Leistungen erbracht werden können. Selbstverständlich ist die Leistung nicht ganz so hoch wie mit Kohlenhydrate, einen kompletten Einbruch muss man jedoch nicht befürchten.

Keinerlei negativen Auswirkungen durch Low Carb im Sport

Auch nach dem Lauf hatte ich keinerlei Probleme mit Kopfschmerzen oder den fehlenden Kohlenhydraten. Das liegt zum einen natürlich auch daran, dass ich es von den letzten Tagen gewohnt war. Zu diesem Experiment muss man außerdem sagen, dass ich eine sehr schlechte Fettverbrennung habe. Durch meinen Leistungstest habe ich gesehen, dass meine Muskulatur hauptsächlich Glukose verbrennt. Somit ist die Zeit am Ende umso erstaunlicher. Das Experiment wird nächste Woche in Hamm fortgeführt und dort werde ich vor dem Lauf exakt so viele Kohlenhydrate zu mir nehmen, wie ich für den Lauf benötige. Der Hintergrund dabei ist eine Ladephase mit unnötiger Gewichtszunahme zu vermeiden. Durch eine klassische Ladephase kann es passieren, dass das Körpergewicht um 2-3 kg erhöht ist. Dieses ist natürlich alles Gewicht, welches ich mit schleppen muss. Zu den Ergebnissen werde ich aber in der nächsten Woche mehr berichten können.

Meine weiteren Pläne zu diesem Thema

Abschließend bleibt zu sagen, dass eine Ladephase besonders bis 10 km oder vielleicht auch Halbmarathon etwas überschätzt wird. Selbstverständlich verhält sich diese Tatsache bei einem Marathon oder noch längeren Strecken ein wenig anders. Als Sportwissenschaftler versuche ich meinen Körper so genau wie möglich zu analysieren und meine Ernährung und Training optimal darauf abzustimmen. Wie gesagt, werde ich bei den nächsten Wettkämpfen in den nächsten Wochen ähnliche Experimente machen und auch mit verschiedenen Lebensmitteln experimentieren.

Das Video könnt ihr hier auf YouTube ansehen.

Meine Daten der Laufuhr könnt ihr hier nachlesen (Bei Garmin Connect)

Hier findet ihr ein paar Produkte, die ich selber jeden Tag im Training oder bei einem Wettkampf verwende.

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