Was treibt mich an – der Sinn des Lebens

Was treibt mich an, immer wieder neue Herausforderungen zu suchen und an die Grenzen zu stoßen oder sie zu durchbrechen? Und das seit mehr als 10 Jahren.
Ich habe mstiftir das mal genauer überlegt, als ich mich 2015 für die mit Abstand extremsten Läufe meiner Karriere entschieden habe. Es waren spontane Entscheidungen, innerhalb von Minuten. Ein 24 Stunden-Hindernislauf, wie es ihn bis jetzt noch nie gegeben hat und die 150km quer über die Berge von Mallorca. Dazu zum zweiten mal den Getting Tough, welcher mich fast in die Knie gezwungen hat.
Noch nie bin ich mehr als 25km zuvor gelaufen und wollte mich dann direkt an solche Strecke als Sprinter und Kurzstreckenläufer wagen. Aber warum?

Für mich ist es der Sinn des Lebens. Die Frage aller Fragen liegt eigentlich so offen auf dem Präsentierteller.
Der ursprüngliche Sinn des Lebens liegt ganz klar in der Evolution: die Erhaltung und Weiterentwicklung der eigenen Art im Einklang mit der Umwelt. Ein Löwe tötet nur ausgesuchte Tiere, wenn er Hunger hat. Würde er eine ganze Herde aus Spaß töten, würde er sich und seine Art gefährden. Auch alle anderen Tiere und Pflanzen leben immer ein Geben und ein Nehmen.

Da der Mensch als Spezies den Sinn des Lebens nicht mehr in seiner ursprüngliche gedachten und funktionierenden Weise lebt, gerät das System außer Kontrolle und langfristig werden wir unsere Art gefährden, was wir heute schon durch Krieg, Krankheiten und Hunger erleben. Evolution bedeutet genau das zu Verhindern und die Spezies weiter zu entwickeln um neue Fähigkeiten und Erfahrungen zu erlernen. Genau darum geht es bei immer neuen Herausforderungen für jeden einzelnen Menschen.
Viele erleben jeden Tag wie den vorherigen und selbst die Freizeit wird lieber vor dem TV verbracht. Eine persönliche Weiterentwicklung findet nicht mehr statt und der Sinn des Lebens bleibt auf der Strecke.

Es ist leicht sich einfach von gewohnten Dingen entspannen zu lassen, um keine eigene Kraft für die Weiterentwicklung aufbringen zu müssen. Die Konsumgesellschaft macht es einem schwer aus einem Teufelskreis von immer größeren TV Bildschirmen, bequemeren Sofas und Fahrrädern mit Elektro-Antrieb auszubrechen.
Wir werden zufrieden gestellt und unsere Evolution besteht nur noch darin herauszufinden, wie wir es uns noch bequemer machen können. Die Konsequenzen sind längst bekannt und allgegenwärtig.

Ich besinne mich somit lieber auf den Sinn des Lebens und versuche mich persönlich an meine Grenzen zu bringen, mich weiter zu entwickeln und meine Fähigkeiten und Erfahrungen auszubauen. Ich begehe meine eigene Evolution auf einer ständigen Reise in alle Himmelsrichtungen. Ich lasse mich nicht Bremsen durch Konsum und Geld. Ein Ziel gibt es nicht, denn ich befinde mich immer in einem wachsenden Prozess, der nie Enden wird.
Selbst wenn mir die Grenzen aufgezeigt werden, schrecke ich nicht zurück und entwickle mich so lange weiter, bis ich sie durchbrechen kann.

Das könnte dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar