Schnelleres Krebswachstum durch Antioxidantien

Antioxidantien können krebsfördernd wirken.

Antioxidantien können krebsfördernd wirken.

Vitamin C, E oder Beta-Carotin gelten als Antioxidantien. Sie sind dafür zuständig um unsere Zellen im Körper vor sogenannten „freien Radikalen“ zu schützen. Sie können durch die Nahrung zugeführt werden, aber auch durch den menschlichen Stoffwechsel auch selbst gebildet werden. Durch ihre schützende Wirkung werden Antioxidantien als besonders gesund beworben und sind in vielen Nahrungsmitteln enthalten oder auch künstlich zugesetzt. Freien Radikalen fehlt ein Elektron, welches sie von den Körperzellen abziehen und diese dadurch beschädigt werden können. Antioxidantien bieten den freien Radikalen ihr Elektron an und schützen somit die Körperzelle.

Antioxidantien haben somit ihre Berechtigung. Zellen benötigen aber auch eine gewisse Menge an freien Radikalen. Durch Nahrungsergänzungsmittel werden häufig zu viele Antioxidantien durch Vitamine aufgenommen und können dann sogar negative Eigenschaften haben. Jetzt ist durch das Fachjournal „Science Translational Medicine“ 2014 eine Studie veröffentlicht worden, die unerwartete Auswirkungen von Antioxidantien bei Krebszellen zeigt.

In einer Studie an Mäusen mit Lungenkrebs wurde das Tumorwachstum durch Zugabe von Antioxidantien beschleunigt. Metastasen, welche als Haupttodesursache bei Krebs gelten, entwickelten sich doppelt so schnell. Die gleichen Effekte zeigten sich auch in einem anderen Versuch bei Mäusen mit Hautkrebs. Die Dosis entsprach dabei einer Menge, die durch Nahrungsergänzungsmittel beim Menschen abgedeckt wird.

Künstliche Vitaminpillen sollten generell vermieden werden.

Künstliche Vitaminpillen sollten generell vermieden werden.

Nun können Studien an Tieren nicht immer direkt auf den Menschen übertragen werden. Allerdings wurde auch an der Universität von Texas durch den Forscher Professor Sean Morrison an menschlichen Krebspatienten nachgewiesen, dass Krebszellen von Antioxidantien profitieren. Der Versuch musste vorzeitig abgebrochen werden, weil die Patienten früher starben.

Bei einer Krebstherapie gilt es also nicht durch Nahrungsergänzungsmittel eine hohe Anzahl an Antioxidantien zuzuführen. Auch Obst und Gemüse mit einem hohen Anteil an antioxidativen Vitaminen sollte lieber gemieden werden. In einer Krebstherapie gilt es dem Körper genügend Energie zur Verfügung zu stellen um die Krankheit zu überstehen. Viele Patienten nehmen enorm an Körpergewicht ab. Durch die geringe Kalorienanzahl wird das Immunsystem zusätzlich geschwächt. Ich empfehle eine individuelle angepasste geplante Ernährung um den Körper in der schwierigen Zeit zu unterstützen. Besonders zuckerhaltige Nahrungsmittel sollten gemieden werden, da sie in Verdacht stehen den Krebszellen als Energie zu dienen.

Gesunde Menschen müssen sich erstmal keine Sorgen machen, allerdings gilt es auch hier nicht zu künstlichen Nahrungsergänzungsmittel zu greifen, wenn keine Mangelerscheinung vorliegt. Sich gesund zu ernähren ist nicht schwer. Schaut einfach mal in mein Buch.

Quellen: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19403-2015-10-12.html

http://stm.sciencemag.org/lookup/doi/10.1126/scitranslmed.aad3740

[hr]

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