NEWS 22.04.2020 – Zuckersucht | Zahnfleischbluten

Bakterien auf der Brille

Die Brille ist unser täglicher Begleiter. Öfters am Tag setzen wir sie auf und wieder ab. Forscher haben die Oberfläche der Brille genauer untersucht und fanden mehr als 5200 verschiedene Bakterienarten.
57 % der Bakterien leben sowieso ständig auf unserer Haut.
Allerdings ist der Großteil an Bakterien für den Menschen völlig unbedenklich. Einige potenzielle Krankheitserreger können sich jedoch trotzdem auf den Gläsern befinden. Deshalb sollte die Brille regelmäßig mit einem feuchten Tuch gereinigt werden.
Besonders wichtig ist diese Erkenntnis für Chirurgen im Operationssaal.

Sport besser als gedacht

Es steht außer Frage, dass sportliche Tätigkeiten gut für unsere Gesundheit sind. Doch der positive Effekt könnte noch größer sein als bisher angenommen. 52 junge neue Soldaten absolvierten für 80 Tage ein intensives Kraft und Ausdauertraining. Dadurch verbesserten sich viele Stoffwechselparameter massiv zum Positiven.
Insgesamt wurden ca. 200 Stoffwechselendprodukte gemessen. Die Muskulatur verbrannte nach dem Training deutlich mehr Fett als bisher angenommen. Zu erwartende positive Effekte auf Blutdruck, Herzfrequenz, Körperfett oder Gewicht wurden festgestellt. Aber auch positive Auswirkungen auf Darm, Blutgerinnung oder Durchblutung wurden festgestellt.
Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Personen. Einige profitierten stark vom Training, andere wiederum nicht. Ein Stoff namens DMGV scheint Aufschluss darüber zu geben, inwieweit eine Person vom Sport profitiert.

Zahnfleischentzündungen und Amöben

Warum können Zahnfleischentzündungen extrem hartnäckig sein? Der Frage sind jetzt einige Forscher auf der Spur. Sie fanden heraus, dass sich Amöben im Zahnfleisch tummeln können und dort Zellen zerstören. Durch die Zerstörung der Zellen können Bakterien deutlich besser eindringen und zu Entzündungen beitragen.
Übertragen werden die Amöben durch Tröpfcheninfektion.
Dadurch wird das Gewebe weiterhin zerstört und das Zahnfleisch kann sich nicht erholen. Eine Therapie mit Antibiotika wirkt zwar gegen Bakterien, jedoch nicht gegen die vorhandenen Amöben.
Die Forscher wollen jetzt klären, inwieweit eine effektive Bekämpfung möglich ist.

Heißhunger und Zuckersucht

Heißhunger und Verlangen nach süßem ist für viele Menschen ein Problem. Dadurch werden zu viele Kalorien aufgenommen und die Gewichtsabnahme klappt nicht wie geplant. Forscher haben untersucht, wie das Verlangen nach süßem in uns wächst.
Bisher gingen Forscher davon aus, dass der süße Geschmack Signale an das Gehirn sendet und dadurch ein positives Empfinden auslöst. Allerdings wurde jetzt ein zusätzlicher Weg gefunden.

Wenn Zucker in den Darm gelangt werden Signale über den Vagusnerv an das Gehirn geleitet. Dort werden bestimmte Neuronen aktiviert. Süßstoffe haben diesen Effekt nicht. Der süße Geschmack kann über die Geschmacksrezeptoren genauso wahrgenommen werden. Allerdings fehlt die Weiterleitung über den Darm.
In einer Mäusestudie machte es zu Beginn keinen Unterschied, ob die Mäuse Zucker Wasser oder Wasser mit Süßstoff tranken. Nach drei Tage bevorzugten sie jedoch das Zuckerwasser.
Somit wären Süßstoffe keine grundsätzliche Alternative zu Zucker.

Quellen:

https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Wie_das_Verlangen_nach_Suessem_waechst1771015590802.html
https://www.scinexx.de/news/medizin/was-lebt-auf-unserer-brille/
https://academic.oup.com/cardiovascres/article/doi/10.1093/cvr/cvaa051/5813974
https://www.scinexx.de/news/medizin/in-unserem-mund-leben-amoeben/